Ich hoffe doch sehr, dass Ihr ein besinnliches
Weihnachtsfest mit glücklichen Momenten, im Kreise Eurer Lieben hattet, und
wünsche Euch, dass Ihr bei dem nächsten Weihnachtsfest bereits mit

Eurer/Eurem Liebsten unter dem Weihnachtsbaum
sitzt, miteinander fröhliche Lieder singt,
und was Leckeres zu essen zaubert.

Gerade an Weihnachten merken wir am stärksten,
wie uns unsere Kindheit doch geprägt hat, und so manche Träne läuft an rosigen
Wangen herunter. Wir haben bestimmt
allesamt an die Menschen oder Tiere gedacht, die wir verloren haben, sei es
durch Krankheit, Scheidung, oder Tod.
Deshalb sollten wir unseren Tränen ruhig freien Lauf lassen, und auch
mit unseren liebsten Menschen darüber sprechen, wie sehr wir gerade diese
vermissen, denn dadurch haben wir mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Verlustängste in uns aufgebaut.

Gerade deshalb finden wir ja so schwer zu
neuem Glück, denn die Angst, diesen neuen Menschen eventuell wieder zu
verlieren, hindert uns daran, uns mit
dem Neuen einzulassen, oder gar hinzugeben.

Je mehr wir unsere Trauerarbeit leisten, desto näher kommen wir zu dem Mut, neues zu
beginnen. Klar gibt es Trauer, die ein Leben lang anhält, und gerade in den
feierlichen Weihnachtstagen immer wieder in uns hoch steigt, und zu Tränen
rührt. Melancholie schwingt in jedem Lied, in den Gedanken, in den Gefühlen,
und in den Dingen, mit denen wir diesen Verlust zu bewältigen versuchen.

Vor vielen Jahren war ich über Weihnachten mit
meiner Familie in Mexico, und verlebte meinen Urlaub dort drei Wochen im
Krankenhaus auf Isla Mujeres. Im Dorf fand eine Hochzeit statt, zu der man
mich aus dem Bett holte, und einlud. Eine Krankenschwester hielt den Tropf an
dem ich hing, und die andere stützte mich. Wir setzten uns vor der Hütte des
Brautpaares auf die Treppen Stufen , und es gesellte sich ein alter sehr weiser
Indianer zu uns, er sah mich sehr lange
an, und schaute mir durch die Augen direkt in mein Herz. Nachdem er einen Moment geschwiegen hatte sagte
er zu mir: Kummer macht die Seele krank,
und man muss sich erstmal ausruhen, und sich erholen. Körper Seele und Geist bilden eine Einheit, die manchmal im Leben auseinander fällt, und
sich verliert, doch irgendwann muss man wieder aufstehen, und ein Fest feiern,
damit die drei zueinander finden, um
wieder eine Einheit zu bilden. Darum
muss der Mensch Feste feiern. So mein Kind, und nun steh wieder auf, und feiere
dieses Fest mit uns.

Am nächsten Tag stand ich auf, verließ die Klinik , und wir flogen nach Mexico
City, wo ich mit meiner kleinen Familie
noch ein paar glückliche Tage verbrachte.

Als ich Zuhause ankam, suchte ich mir eine
staatlich geprüfte Psychotherapeutin, und unterzog mich drei Jahre einer
tiefenpsychologisch fundierten Gesprächstherapie, in der ich mich so richtig
ausheulte, so miserabel war meine
Kindheit, und so viele geliebte Menschen hatte ich verloren, dass es dringend
notwendig war, alles mit Hilfe eines Therapeuten zu verarbeiten.

Daraus
ging ich gestärkt hervor, und packte mein Leben mutig beim Schopf, und
meisterte es. Das feiern habe ich nie
vergessen, denn es ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens.

Nun wünsche ich Euch noch viele schöne Feste,
und denen die es brauchen, viel Mut zur Therapie, und noch mehr Mut und Glück.

Von ganzem Herzen Eure Peggy

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